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<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI.2><teiHeader><fileDesc> <titleStmt><title>In Mozart's Words (The letters from Italy): Letter 282</title> <respStmt> <resp>Annotations: Cliff Eisen, King's College, London</resp> <resp>XML-tagging of citations in the text: Claudia Pignato e Patrizia Rebulla, Castaliamusic</resp> <resp>Conversion to TEI XML: Michael Pidd, Humanities Research Institute, University of Sheffield</resp> <resp>Full credits available at: http://letters.mozartways.com</resp> </respStmt> </titleStmt> <publicationStmt> <publisher>Humanities Research Institute, University of Sheffield</publisher> <pubPlace>Sheffield, United Kingdom</pubPlace> <date>2011</date> <availability><p>This transcription can be freely distributed for non-commercial purposes on condition that it is accompanied by this header information identifying its origin and authors. Permission must be received for subsequent distribution in print or for commercial uses. Please go to https://www.dhi.ac.uk for more information.</p></availability> </publicationStmt> </fileDesc> <encodingDesc> <projectDesc> <p>Funder: EU Culture Programme (2007-2013)</p> <p>Project Team: Maria Majno (Europaische Mozart Way Ee.V); Cliff Eisen (King's College London - Dept of Music); Patrizia Rebulla (Comune di Milano - Settore Cultura) Stadt Augsburg - Kulturburo; HRI Digital, Humanities Research Institute (Univ. of Sheffield)</p> <p>Annotations: Cliff Eisen, King's College, London</p> <p>XML-tagging of citations in the text: Claudia Pignato e Patrizia Rebulla, Castaliamusic</p> <p>Conversion to TEI XML: Michael Pidd, Humanities Research Institute, University of Sheffield</p> <p>Full project credits available at: http://letters.mozartways.com</p> </projectDesc> </encodingDesc> <profileDesc> <langUsage id="deu"> <language>deu</language> </langUsage> </profileDesc></teiHeader><text><body><div type="letter"><div type="header"><hi rend="bold">282. <name type="person" id="1187" ref="3751">LEOPOLD MOZART</name> AN SEINE <name type="person" id="1188" ref="3753">FRAU</name>, <name type="place" id="1189" ref="47">SALZBURG</name></hi></div><div type="date-and-place"><lb/>À Madame / Madame <name type="person" id="1190" ref="3753">Marie Anne Mozart</name> <hi rend="underline">à</hi> <hi rend="underline"><name type="place" id="1191" ref="47">Salzbourg</name></hi> par <hi rend="underline"><name type="place" id="1192" ref="74">Mantova</name></hi> <hi rend="underline"><name type="place" id="1193" ref="77">Insprugg</name>.</hi></div><lb/> <name type="place" id="1194" ref="89">Mayland</name> den 30 Jenner 1773<lb/><lb/>Heute haben wir keinen Brief erhalten, es müste nur geschehen, daß der Courier v <name type="place" id="1195" ref="129">Rom</name>, der über <name type="place" id="1196" ref="74">Mantua</name> gehet noch etwas mit brächte, da er zu zeiten die in <name type="place" id="1197" ref="74">Mantua</name> zurückgebliebenen teutschen Briefe mit bringt, sonst wird dein Brief, wenn du einen geschrieben, etwa am Mittwoche eintreffen. du wirst es meiner Schrift ansehen, daß ich im Bette schreibe, weil ich noch an dem verfluchten revmatismo darniederliege, und wie ein Hund leide.<lb/>Gedult! ist aller Hundsf: Patron. das geistl: Sprichwort heist: Lieber hier als dort. allein ich sage lieber dort als hier, weil ein kaltes zimmer, ein zimmer, das kälter als die Strasse ist einem im Bette ausdünstenden Revmatico unmöglich gefallen kann: obwohl ich mir eben keine stark eingeheitzte Stube auch nicht wünsche. Heute wird die 2te <name type="work" id="1198" ref="36">opera</name> das erste mahl aufgeführt.<lb/>Ich bin unglückl: genug selbe nicht hören zu können. den Wolfg: schicke ich solche in dem Balco des H: v <name type="person" id="1199" ref="2114">Germani</name> zu hören: ich werde unterdessen Triebsaal blasen. wir hatten hier einige täge abscheuliches Regenwetter.<lb/>den 29ten als gestern fieng wieder das schönste wetter an, und es ist mehr warm als kalt. Wenn es meine Gesundheit zugelassen hätte, würde ich die ersten täge des Hornungs von hier abgereiset seyn. Allein ich muß nun sehr glückl: sein, wenn ich den 10 oder 12ten von hier abgehen kann: denn es ist nun eben itzt für meine Krankheit die gefährlichste Zeit, da im Tyroll Schnee und frische Luft, mehr als nötig habe, antreffen werde. Ich werde ja hoffentl: die schönen opern in <name type="place" id="1200" ref="47">Salzb:</name> <ref type="footnote" id="fn0" n="1"></ref> nicht versäumen! entzwischen habe dir schon in meinem vorigen geschrieben, daß du mir nach <name type="place" id="1201" ref="89">Mayland</name> nicht mehr schreiben darfst. Wenn du mir also den <hi rend="underline">12ten</hi> <hi rend="underline">schreibst</hi>, so schreibe nach <name type="place" id="1202" ref="77">Insprugg</name> und lasse hinten darauf setzen. <hi rend="underline">Soll beym <name type="place" id="1203" ref="299">Goldenen Adler</name> abgegeben, und aldort bis zur Ankunft aufbehalten werden.</hi><lb/>dann ich könnte bey der Nacht ankommen, und in der frühe abgehen, wo das Postammt geschlossen ist, folglich, wenn der Brief auf der Post bliebe solchen nicht abfordern können. da ich nun beym <hi rend="underline"><name type="place" id="1204" ref="299">Goldenen Adler</name></hi> absteige, so ist es besser, daß der Brief dort auf mich warte. der Wolfg: befindet sich wohl. dann eben, da ich dieses schreibe macht er immer Capriolen. wir empf: uns beyde allen guten freunden in und ausser dem Hause, küssen euch viel 10000 mahl und bin dein alter<lb/>Mztpa<lb/><lb/><name type="person" id="1205" ref="834">Madme:</name> und <name type="person" id="1206" ref="835">Mr: d`aste</name>, H: v <name type="person" id="1207" ref="4074">Troger</name>, <name type="person" id="1208" ref="2114">H:</name> und <name type="person" id="1209" ref="2115">Me: v Germani</name> empf: sich.<lb/>von iesrlnz fot nscu klfnl wlftlrl mntwst vsa grsoulrzsg glksaaln [ von <name type="place" id="1210" ref="95">florenz</name> ist noch keine weitere antwort vom <name type="person" id="1211" ref="4108">grosherzog</name> gekommen ]. wmo fcu vsn alfnlr krmnkulft glocurfbln, fot meelo nfcut wmur, fcu wmrl lfnfgl [ was ich von meiner krankheit geschriben, ist alles nicht wahr ich ware einige ] täge im bette. meelfn fzt blifndl fcu afcu glohnd hnd glul ulhtl fn dfl splrm [ allein izt befinde ich mich gesund und gehe heute in die <name type="work" id="1212" ref="36">opera</name> ]. dh mhot mblr mn meeln. srtln omgln, dmo fcu krmnk olyl [ du must aber an allen orten sagen, das ich krank seye ]. dh kmot dfolo bemtle mbocunfdln, dmaft lo nfland fn dfe umnd ksaat [ du kanst dises blatel abschneiden, damit es niemand in die hand kommt ].</div><div type="footnotes"> <div type="footnotetext" id="fn0"> Here Leopold refers ironically to the relative infrequency of Italian opera performances in Salzburg. See Eisen, ‘Mozart e l’Italia’ </div></div></body></text></TEI.2>
Mit Mozarts Worten. Version 1.0, herausgegeben von HRI Online, 2011. ISBN 9780955787676.